Das Projekt

Im neu entstehenden Wohngebiet im Memminger Stadtteil Dickenreishausen werden bis zu 40 Häuser künftig gemeinschaftlich über ein Nahwärmenetz beheizt. Die Wärme wird durch eine bestehende Biogasanlage mit BHKW bereitgestellt. Die Abdeckung kann nahezu gesamt aus einem Biogas-BHKW ermöglicht werden. Redundanz, Spitzenlasterzeugung und Regelung durch eine naheliegende Energiezentrale sichert Ihnen eine störungsfreie Wärmeversorgung.

Bauabschnitt 1

Der erste Bauabschnitt umschließt das Neubaugebiet und die angrenzenden Bestandsgrundstücke. Hierbei wurden im Zuge der Erschließung auf jedes Grundstück bereits ein Hausanschluss vorgestreckt.

Bauabschnitt 2

Im nächsten Bauabschnitt wird das Netz in den Dorfbestand erweitert und die Gelegenheit zur Erschließung weiterer Grundstücke geschaffen.

Weitere Informationen als Download

Konzept Nahwärme Dickenreishausen

Erhebungsbogen Hausanschluss

Durch die Option, regionale, anstehende Wärme vor Ort zu nutzen und keine weitere Wärmeerzeugung durch zum Beispiel Luft-Wasser-Wärmepumpen oder Pellets-Kessel, besteht hier die Möglichkeit ein emissionsfreies Neubaugebiet zu schaffen. Durch das zukunftsweisende und nahezu CO2-neutrale Konzept kann langfristig der gesamte Stadtteil mit regionaler Abwärme nachhaltig versorgt werden.


Aktuelles

AKTUELLER STAND – BEIM ENERGIETEAM

Mitglieder des Energieteams & Ihre Ansprechpartner vor Ort (v.l.n.r.):

  • Richard Wiblishauser
  • Christine Hasel
  • Karl-Heinz Radke
  • Prof. Dr.-Ing. Dieter Buchberger
  • Gerhard Bachmayer
  • Patrick Ihm

Seit 18. November 2021 gab es drei gemeinsame Workshops sowie eine Besichtigung der bereits bestehenden Energiezentrale.

AKTUELLER STAND – ANSCHLUSSNEHMER

Von 330 möglichen Adressen in Dickenreishausen möchten aktuell 100 an das Wärmenetz anschließen.
Dies entspricht einer Anschlussquote von 30 %

  • BA 1 Neubaugebiet: 38 mögliche Anschlussnehmer
  • BA 2 Erweiterung 2022: 29 von 100 Anschluss Interessierten werden nach aktuellem Stand angeschlossen
  • BA 3 ab 2023: Bis zu 230 Anschlussnehmer haben noch das Potential für einen Anschluss!

AKTUELLER STAND – TRASSENPLANUNG

  • BA 2, Start April 2022, betroffene Straßen:
    • Küfergasse
    • Hochholzstraße
    • Unterdorfstraße (teilweise)
    • An der Hofet
    • Krettlerweg
    • St.-Agatha-Weg
    • Am Mühlweiher
    • Am Badhaus
  • Optionen zur Erweiterung des BA 2 2022
    • NW: Am Volkratshofer Weg, Am Kohlplatz, Tannenmähderweg
    • W: Schreinergasse, Am Zehntstadel
    • SW: Wangerstraße, Oberdorfstraße
  • Ab 2023, Neubewertung der Erweiterungen anhand von Rückläufer der Fragebögen und Interessenten

Dickenreishausen packts an: Nahwärmenetz wächst und der erste Schritt für eine CO2-neutrale Zukunft im Stadtteil ist gemacht

Die e-con AG erweitert die regenerative Nahwärme – jetzt auch für den gesamten Ort!

Memmingen. Ein eigenes Nahwärmenetz für einen ganzen Stadtteil: Für Memmingen ist es das bisher größte Projekt seiner Art, welches die e-con AG in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürger aus Dickenreishausen umsetzt.

Mit Hilfe einer eigenen Heizzentrale, die mit der Abwärme einer bereits bestehenden Biogasanlage versorgt wird, können bis zu 90 % der Gebäude klimafreundlich und energieeffizient beheizt werden. Startschuss des Nahwärmeprojekts war im Jahr 2020 für das Neubaugebiet „Am Ziegelstadel“. Hier sind bereits rund 40 Grundstücke mit Nahwärme erschlossen. Ab Ende April wird das Netz in den Dorfbestand erweitert und die Gelegenheit zur Erschließung weiterer Haushalte geschaffen.

Hinter dem umweltfreundlichen Projekt steht die e-con AG aus Memmingen. „Die direkte Nähe des Neubaugebiets und der Dorfmitte zur Biogasanlage war die einmalige Chance die bereits vorhandene Abwärme zu nutzen. Diese Gelegenheit einer dezentralen und klimaschonenden Energielösung wollten wir nicht verstreichen lassen. Mit diesem Projekt wird der Stadtteil unabhängiger von fossilen Energieträgern und leistet einen enormen Beitrag zum Klimaschutz. Das Konzept einer regionalen Wertschöpfung, gesicherter Wärmeversorgung und bezahlbaren Preis geht an dieser Stelle unabhängig von der aktuellen weltpolitischen Lage voll auf.“, so Peter Waizenegger, Vorstand der e-con AG.

Die e-con AG übernimmt neben der Investition, die Wartung, die Instandhaltung und auch den Betrieb der Heizzentrale sowie des Verteilernetzes. „Wir haben die Heizzentrale so geplant, dass sie nach Bedarf wachsen kann. Nach und nach wollen wir den gesamten Stadtteil mit umweltfreundlicher Nahwärme versorgen. Aktuell liegen wir bei einer Anschlussquote von fast 40 %. Dadurch werden im Jahr rund 760 Tonnen CO2 eingespart und über 287.000 Liter Heizöl substituiert.“, verdeutlicht e-con Nahwärme Projektleiter Thilo Bär der gemeinsam mit dem Energieteam, bestehend aus sechs engagierten Bürgerinnen und Bürger, das Projekt weiterentwickelt. Alle Haushalte in Dickenreishausen erhalten dadurch die Gelegenheit, sich an die umweltfreundliche, CO2-neutrale Wärmeversorgung anschließen zu lassen und ihre alten, fossilen Heizkessel zu entsorgen oder sich von ihren stromintensiven Elektroheizungen zu verabschieden bzw. beim Um- oder Neubau gleich auf Nahwärme zu setzen. Es soll ein ökonomischer und ökologischer Nutzen entstehen.

Für die Haushalte, die sich an nachhaltige und regional ausgerichtete Nahwärmenetz anschließen lassen, ergeben sich viele Vorteile. Die Anschlussnehmer müssen sich über die Brennstoffbeschaffung, Kesselwartung, Schornsteinreinigung oder Umweltschutzauflagen keine Gedanken mehr machen. Der Einbau einer eigenen Heizungsanlage wird überflüssig. Die Vorfinanzierung von Brennstoffen entfällt und Nahwärme ist preisbeständig. Die Erfahrung zeigt: Schwankungen am Energiemarkt wirken sich nur geringfügig aus.

Auch sei es möglich, im ersten Schritt nur einen Teilanschluss bis ins Gebäude verlegen zu lassen, so dass ein Hausanschluss zu einem späteren Zeitpunkt problemlos aktiviert werden kann. Zu empfehlen sei das nicht nur Besitzern einer fossilen Heizungsanlage, sondern auch denjenigen, die in Zukunft flexibel bleiben möchten. Zu guter Letzt bliebe neben allen praktischen Aspekten immer das gute Gefühl, mit klimafreundlichem Heizen etwas für die Umwelt und damit für die nächsten Generationen zu tun.


Vorteile Nahwärme

  • Niedrige Investitionskosten
  • Bundesförderung sichern
  • Sehr lange Nutzungsdauer (30 bis 50 Jahre)
  • Keine Instandsetzungsmaßnahmen notwendig für den Kunden
  • Sehr geringer Platzbedarf, Wegfall einer Brennstofflagerstätte
  • Nahezu CO2-neutrale Wärmeerzeugung
  • Unschlagbar guter fp-Wert für Förderungen/Kredite für den Hausbau (fp = 0,0)
  • 100% Versorgungssicherheit durch 24/7 Notdienst durch den Wärmeversorger

Förderung sichern

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (kurz: BEG) gibt es für die Einzelmaßnahme Heizungstausch attraktive Förderungen für „Bestandsgebäude“. Das sind Gebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Im Detail wird die Wärmeübergabestation beim Anschluss an das Nahwärmenetz, welches zu 100% regenerative Wärme liefert, beim Austausch eines Ölkessels mit 45% Zuschuss belohnt. Zu den förderfähigen Kosten gehören auch sogenannte „Umfeldmaßnahmen“. Das sind alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Umsetzung eines Sanierungsvorhabens oder zur Inbetriebnahme von dabei eingebauten Anlagen erforderlich sind. Hierzu zählen beispielsweise: Energetische Planung, Arbeiten zur Baustelleneinrichtung, Rüst- und Entsorgungsarbeiten, Verlegungs- und Wiederherstellungsarbeiten, Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Maßnahmen zur Einregulierung und Optimierung des Heizungsverteilsystems zur Absenkung der Systemtemperatur, Anschlussleitungen von geförderten Anlagen und von Systemen zur digitalen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.

Die förderfähigen Kosten sind pro Wohneinheit auf 60.000 Euro gedeckelt. Die Antragstellung kann eigenständig vom Hauseigentümer vorgenommen werden. Ein Energieeffizienzexperte ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen unter www.bafa.de

Jetzt bis zu 45 %* Förderung
sichern!
*Der Umstieg auf ein klimafreundliches Wärmenetz wird seit 2021 durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit bis zu 45 % gefördert (Förderung der einmaligen Anschlusskosten bei Vollanschluss). Mehr Infos zur BAFA-Förderung

CO2-Bilanz

CO2-Einsparung im Vergleich zu Heizöl

Ölkessel

4.255 kg/Jahr

0,0 %

Pellets-Kessel

800 kg/Jahr

81 %

Luft-Wasser-
Wärmepumpe

2.163 kg/Jahr

49 %

Sole-Wasser-
Wärmepumpe

1.732 kg/Jahr

59 %

Nahwärme

439 kg/Jahr

90 %


Eckpunkte zum Vertrag

(alle Preise brutto inkl. 19 % Ust.)

Baukostenzuschuss und Hausanschlusskosten:
ca. 12.500 €

Arbeitspreis:
ca. 0,072 €/kWh
(indexiert)

Grundpreis/
Messpreis: 67 €/kW
(indexiert)

Laufzeit 15 Jahre mit Verlängerungsoption, monatliche Abschlagsrechnungen mit Jahresendabrechnung

Die Übergabestation ersetzt den Wärmeerzeuger z.B. Pelletkessel oder Wärmepumpe

Kontakt

Thilo Bär
Projektleiter Nahwärme Dickenreishausen | e-con AG
Telefon: 08331 75041-26

Sie haben Fragen zur Nahwärme Dickenreishausen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!



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